Man war ich nervös. In der letzten Nacht habe ich kaum geschlafen und als ich gestern noch einige Übungen durchging, hatte ich Fehler über Fehler. Die gesammelten Pauschbeträge und Steuerparagraphen flatterten wie Schmetterlinge durch meinen Kopf, keine gute Vorraussetzung für die heutige Prüfung.
Und dann das. Ich habe VIEL ZU VIEL gelernt. So viel wollte der Prof gar nicht wissen... das "Quiz" blieb an der Oberfläche. Ich denke, die Prüfung habe ich mindestens bestanden, wenn nicht sogar mit einer guten Note.
Tschakka! Jetzt noch Mathe und Investition und ich bin meinem Ziel wieder einige Riesenschritte näher. Ich will mein Diplom!
Erzangie - 26. Jan, 15:37
Der Bahnhof hier bei mir im Ort liegt zum Teil auf dem Feld. Ist ja auch ein BahnHALTEpunkt, weniger ein Bahnhof und ICEs fahren hier nie vorbei.
Als ich also so an dem Bahnhaltepunkt stand, sah ich ein kleines Tier neben mir im Graben rumflitzen. Ich dachte zuerst an ein Mäuschen,die der Engelscollie so gern jagt, aber dafür war es zu lang. Als es aus einem anderen Loch wieder auftauchte, dachte ich es wäre ein Eichhörnchen, die ich hier auch schon öfter gesehen habe, aber der Schwanz war erstens nicht lang und zweitens nicht buschig genug. Beim nächsten hingucken sah ich, dass es ein kleines Frettchen war! Hellbraun, mit einem weißen Fleck auf der Brust, vielleicht zehn, fünfzehn Zentimeter lang. Es zischte durch das Gras, wuselte hierhin und dorthin und setzte sich dann auf die Hinterbeine und schaute mich an. Als ich noch ganz mädchenmäßig dachte: oh wie süüüüüüß...verschwand es wieder in einem Loch. Über meiner Schulter wehte ein Schatten heran und landete genau an der Stelle, wo das Frettchen gerade verschwunden war: ein wunderschöner, junger Mäusebussard. Er drehte sich um, sah mich, und flog gemächlich auf die nächste Laterne, von der er die Umgebung im Auge behielt.
Dann kam der Zug.
Was hier alles kreucht und fleucht ist ja unglaublich. Ich habe gar nicht gewußt, dass es Freddies (hier) in freier Wildbahn gibt, und dass der Bussard quasi zu meinen Füßen landete, fand ich auch sehr...märchenhaft. Ich weiß nicht, ob ich ihm wirklich Erfolg bei der Jagd wünschen sollte. Aber so ein Mäusebussard wird von ein paar Gräsern ja auch nicht satt...
Erzangie - 23. Jan, 21:16
Inauguration
Congratulation, Mr. President.
Erzangie - 21. Jan, 12:52
Wenn die Nase suppt, die Augen überlaufen und der Kopf dröhnt, ist das der Informationsaufnahme und Repitition diverser Steuerparagraphen NICHT zuträglich.
Ich würde mal sagen, ganz, ganz schlechtes Timing.
Erzangie - 20. Jan, 20:58
Das Wochenende ist gefüllt mit Lernaufgaben. In Steuerrecht habe ich mich bis zur Umsatzsteuer vorgearbeitet, in Finanzierung geht´s um Mezzanine-Kapital.. Mathe quält mich immer noch. To-Do für heute war Wirtschaftsmathe, Grenzkostenfunktionen etc. In der letzten Woche war für schnöde Hausfrauentätigkeit keine Zeit, was eine gewisse...öhm... Verwahrlosung zur Folge hatte. Deshalb fielen mir heute einige Nachlässigkeiten ins Auge, und ich sagte ich mir, ich putze "mal eben" die Küche, dann lerne ich weiter. Nach einer Aufgabe fiel mir ein, dass der Flur ja immer noch so dreckig wäre von den ganzen Schneeschuhen, also könnte ich doch mal eben.. Als ich neue Patronen für meinen Stift brauchte, sah ich die Streifen auf dem Fenster, das habe ich dann auch "mal eben" schnell sauber gemacht. Meine Bügelwäsche ist auch erledigt... gut, dafür habe ich ein, zwei Aufgaben in Mathe nicht mehr geschafft.
Aber wenn doch auch so viel im Haushalt zu tun ist!
Die Fotos für meinen Blog musste ich ja auch noch machen. Und ich lese zur Zeit so ein spannendes Buch! Dass ich gerade heute frische Muffins backen musste, hatte auch ü b e r h a u p t nichts mit Wirtschaftsmathe zu tun.
Ob der Professor das alles verstehen kann und mildernde Umstände in der Fachprüfung anerkennt? Ein Versuch wird es wert sein.
Erzangie - 18. Jan, 20:26
Bei der lieben Lillyfee lag ein wunderbares Stöckchen rum und ich nahm es nach ihrer Erlaubnis mal mit:
Zeigt her eure Taschen, ist das Thema. Finde ich sehr interessant, was andere Leute so tagtäglich mit sich rumschleppen, und deshalb zeige ich mal, was sich bei mir so alles ansammelt. Im Grunde könnte ich unerwartet verreisen, ich habe alles wichtige immer dabei.
Ich habe immer zwei Taschen dabei. In meinem Rucksack findet sich alles, was ich täglich so brauche, aber damit ich unterwegs besser rankomme (und Taschendiebe besser nicht) habe ich noch eine kleine Tasche vorne. In der habe ich meinen Geldbeutel, den Ipod, Schlüssel (der is nich auf dem Bild) einen Kuli, Kaugummis, Labello, Haargummis, Brillenputztücher, mein Handy, den Moleskine-Kalender und und einen USB-Stick mit diversen Daten.
Im Rucksack habe ich dann einen Schirm, eine Flasche Wasser, mein aktuelles Buch, mein großes Notiz-To-Do-Listen Buch, einen pinken Marker, Post-its, Marker-Fähnchen, meinen Tigerauge-Glückstein von Microengelchen, eine kleine Kosmetiktasche, meine Sonnenbrille, Minideo, Tampons, diverse Stifte und ein Päckchen Maoams.
Und was schleppt ihr immer mit euch rum?
Erzangie - 18. Jan, 15:46
Wie kann man nur Steuerberater werden? Der Gedanke einer Steuererklärung auf einem Bierdeckel gewinnt immer mehr an Faszination, je mehr ich mich auf meine Prüfung in betrieblicher Steuerlehre vorbereite. Die Steuererfinder haben sie nich mehr alle. Wenn schon ein Gesetz, dann sollen sie es doch lassen, und nicht noch 92 Ausnahmen dazu erfinden.
Und das schlimmste ist, ich lerne die Gesetzeslage 2008. 2009 haben sich davon aber schrillionen Ausnahmen geändert. Ich muss also bestehen, sonst kann ich den ganzen Kappes noch einmal von vorne lernen. Das halte ich nicht aus!
Erzangie - 11. Jan, 11:21
Wir haben einen neuen Innendienstleiter. Laut Aussage vom Boss hierarchisch direkt nach dem Vizepräsidenten und definitiv vor der Marketingassistentin. No prob, so grundsätzlich.
Lustig fand ich dann aber unseren gestrigen Austausch:
IB (Innendienstboss): Erzangie, bist du am Montag da?
EA (Marketingtussi): Ja natürlich.
IB: Den ganzen Tag?
EA: Nö... warum? Nachmittags geh ich.
IB: Weil, dann hätte ich gern ein Gespräch mit dir.
EA: Achso, du willst mit mir reden? Das kannst du doch jederzeit..
IB: Neh, neh, ich meine, ich nehme mir Zeit und wir können plaudern.
EA: Du willst mit mir quatschen? Das kannst du doch gern mittags an der Kaffetheke..
IB: Nein, ich will nicht mit dir quatschen..
EA: Du willst also nicht mit mir sprechen?
IB: Doch, ich möchte mit dir reden, ich will mich zwei Stunden zu dir setzen, und mal gucken, was du so machst...
EA: ???
Dazu muss ich sagen, dass er sich bei unserer grandiosen Weihnachtsfeier der versammelten Mannschaft mit den Worten vorstellte, er wäre der T., sei 39 Jahre alt und suche eine Frau zwischen 30 und 35 Jahren.
Da kann man bei einer solchen Gesprächseröffnung ja wohl mal genauer nachfragen. Dass er sich mit mir zusammen setzen will, damit ich ihm erkläre, woraus genau mein Job besteht, war mir nicht auf Anhieb klar. Und ich gestehe, ich hatte natürlich auch klammheimlich Spaß daran, als er an meinem Schreibtisch stand und sich um und in den Fettnäpfchen wand :-)
Erzangie - 9. Jan, 18:42
Jaja, jeder spricht über das Wetter. Aber ist doch auch wahr, was soll das mit dem ganzen Schnee? Pünktlich zum Arbeitsbeginn, anderthalb Wochen nach der ersehnten "White Chrismas"? Da hätte Maria besser noch ein bißchen die Knie zusammen gekniffen, dann hätte jeder noch Zeit genug zum shoppen gehabt und mit der weißen Weihnacht hätte es auch noch geklappt..
Heute morgen freute ich mich zuerst mächtig, dass ich seit über einem Jahr kein Auto mehr habe. Ich musste nix freischaufeln und freikratzen und mir Sorgen um die Bereifung machen, auch Staus nach Düsseldorf sind mir egal. Züge sind ja unabhängig vom Schnee. Dachte ich zuerst und fand den Schnee auch schön. So schön weißsamtigstill... anderthalb Stunden später, immer noch am Bahnhof im Schneetreiben stehend, fand ich das Wetter gar nicht mehr romantisch. Und die Durchsagen der Bahn, die Verspätungen zwischen fünf und zehn Minuten ankündigten, aber nicht den Ausfall des gesamten Zugs und den Wechsel des Abfahrtsgleises fand ich gar nicht komisch. Jetzt bin ich mal gespannt, wie und wann ich morgen im Büro bin. Vom Winter habe ich die Nase voll, bitteschön, ich möchte jetzt Frühling. Und zwar zz...ziemlich zügig!
Erzangie - 5. Jan, 19:11